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Hat der traditionelle Friedhof ein Imageproblem? Unsere Gesellschaft wird zusehends mobiler. Früher war in der traditionellen Familie immer Wohn- gleich Geburtsort. Jetzt sind die Entfernungen zu den Gräbern der Familie sehr weit. Besuche finden, wenn überhaupt, nur wenige Male im Jahr statt. Verständlicherweise kommen die Menschen ins überlegen, ob für diese Situation ein Familiengrab die richtige Lösung ist oder ob es nicht alternative Bestattungsformen gibt. Zudem werden immer häufiger Gräber gleich nach dem Ablauf der Mindestruhefristen aufgegeben. Dabei gehören gerade Grabstätten zu den Kultstätten als die ältesten überlieferten Zeitzeugen. Die Gemeinde hat daher eine besondere Verantwortung, das Kulturgut Friedhof zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Für das kulturhistorische Erbe sind Friedhöfe die wichtigsten Zeitzeugen, die die gesellschaftliche Entwicklung einer Gemeinde widerspiegelt. Die kostbare Erinnerungskultur eines traditionellen Friedhofes hat zudem eine helfende und heilende Wirkung auf das Leben der Trauernden. Dieser Ort hilft dabei, die Trauer zu verarbeiten und gleichzeitig die wertvolle Erinnerung an den Verstorbenen wach und lebendig zu halten. Dieser Platz inmitten des ,,umfriedeten = geschützten Hofes" ist ein wenig ein Ort zwischen den Welten. Hier verbindet sich das Diesseits mit dem Jenseits. Eine angemessene Grabstätte ist eine Quelle der Kraft für die Trauernden. Und auch von den Generationen, die nach uns kommen, wird dieses Kulturerbe wohl dankbar aufgenommen werden. Die Grabstätten dienen als Bindeglied zwischen den Generationen und helfen Trennendes zu vereinen. Zudem gibt der Friedhof als Parkanlage ein würdiges Gedenken an die Toten und ist ein erlebbarer Raum der Stille, Besinnung und Erinnerung für die Angehörigen. Unterschiedliche Vorstellungen und Ideen in ihrer Art und Weise sind hierbei naturgemäß gegeben. Durch die Veränderungen im deutschen Friedhofswesen steht jeder Friedhof unter dem Druck der Konkurrenzfähigkeit. Dennoch müssen die Gebühren für Grabnutzungsrechte für die Bürger bezahlbar bleiben. Der Trend nun zu alternativen Bestattungsarten wird von vielen Förderern der Friedhofskultur mit Besorgnis wahrgenommen. Es entsteht zwar ein loser Zusammenschluss aus Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dieses fast vergangene Kulturgut zu stärken, denn eine Grabstätte ist nicht nur ein Ort des Abschieds, sondern auch ein Ort der Kommunikation für die Hinterbliebenen mit den Verstorbenen. Mittlerweile gibt es zwar eine Art Renaissance der klassischen Friedhofskultur und gegenüber dem Trend zur anonymen Bestattung ist eine Zunahme des Interesses an der traditionellen Bestattungskultur zu verzeichnen. Wenn nur noch die Erinnerung lebt, bilden Grabmale einen konkreten, weil erlebbaren Ort der Trauer. Sie sind räumliche und zugleich ideelle Plätze, um die Toten zu ehren und der eigenen Trauer tröstend zu begegnen. Die Friedhofskultur umfasst ein breites Themenspektrum, in dessen Mittelpunkt die würdevolle Bestattung Verstorbener steht. Ziel muss es sein, eine zeitgemäße Friedhofskultur zu schaffen und den Friedhof als Ort der Sinnhaftigkeit zu fördern. Seit Menschengedenken ist der Friedhof ein ganz besonderes Zeugnis der Trauer- und Erinnerungskultur. Friedhöfe und die damit verbundene Kultur, sind keine Erfindung der Neuzeit. Horst Köntges FDP OV-Ottersberg
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Hat der traditionelle Friedhof ein Imageproblem? Unsere Gesellschaft wird zusehends mobiler. Früher war in der traditionellen Familie immer Wohn- gleich Geburtsort. Jetzt sind die Entfernungen zu den Gräbern der Familie sehr weit. Besuche finden, wenn überhaupt, nur wenige Male im Jahr statt. Verständlicherweise kommen die Menschen ins überlegen, ob für diese Situation ein Familiengrab die richtige Lösung ist oder ob es nicht alternative Bestattungsformen gibt. Zudem werden immer häufiger Gräber gleich nach dem Ablauf der Mindestruhefristen aufgegeben. Dabei gehören gerade Grabstätten zu den Kultstätten als die ältesten überlieferten Zeitzeugen. Die Gemeinde hat daher eine besondere Verantwortung, das Kulturgut Friedhof zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Für das kulturhistorische Erbe sind Friedhöfe die wichtigsten Zeitzeugen, die die gesellschaftliche Entwicklung einer Gemeinde widerspiegelt. Die kostbare Erinnerungskultur eines traditionellen Friedhofes hat zudem eine helfende und heilende Wirkung auf das Leben der Trauernden. Dieser Ort hilft dabei, die Trauer zu verarbeiten und gleichzeitig die wertvolle Erinnerung an den Verstorbenen wach und lebendig zu halten. Dieser Platz inmitten des ,,umfriedeten = geschützten Hofes" ist ein wenig ein Ort zwischen den Welten. Hier verbindet sich das Diesseits mit dem Jenseits. Eine angemessene Grabstätte ist eine Quelle der Kraft für die Trauernden. Und auch von den Generationen, die nach uns kommen, wird dieses Kulturerbe wohl dankbar aufgenommen werden. Die Grabstätten dienen als Bindeglied zwischen den Generationen und helfen Trennendes zu vereinen. Zudem gibt der Friedhof als Parkanlage ein würdiges Gedenken an die Toten und ist ein erlebbarer Raum der Stille, Besinnung und Erinnerung für die Angehörigen. Unterschiedliche Vorstellungen und Ideen in ihrer Art und Weise sind hierbei naturgemäß gegeben. Durch die Veränderungen im deutschen Friedhofswesen steht jeder Friedhof unter dem Druck der Konkurrenzfähigkeit. Dennoch müssen die Gebühren für Grabnutzungsrechte für die Bürger bezahlbar bleiben. Der Trend nun zu alternativen Bestattungsarten wird von vielen Förderern der Friedhofskultur mit Besorgnis wahrgenommen. Es entsteht zwar ein loser Zusammenschluss aus Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dieses fast vergangene Kulturgut zu stärken, denn eine Grabstätte ist nicht nur ein Ort des Abschieds, sondern auch ein Ort der Kommunikation für die Hinterbliebenen mit den Verstorbenen. Mittlerweile gibt es zwar eine Art Renaissance der klassischen Friedhofskultur und gegenüber dem Trend zur anonymen Bestattung ist eine Zunahme des Interesses an der traditionellen Bestattungskultur zu verzeichnen. Wenn nur noch die Erinnerung lebt, bilden Grabmale einen konkreten, weil erlebbaren Ort der Trauer. Sie sind räumliche und zugleich ideelle Plätze, um die Toten zu ehren und der eigenen Trauer tröstend zu begegnen. Die Friedhofskultur umfasst ein breites Themenspektrum, in dessen Mittelpunkt die würdevolle Bestattung Verstorbener steht. Ziel muss es sein, eine zeitgemäße Friedhofskultur zu schaffen und den Friedhof als Ort der Sinnhaftigkeit zu fördern. Seit Menschengedenken ist der Friedhof ein ganz besonderes Zeugnis der Trauer- und Erinnerungskultur. Friedhöfe und die damit verbundene Kultur, sind keine Erfindung der Neuzeit. Horst Köntges FDP OV-Ottersberg
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